Dicke Linien auf Papier
Nachdem ich schon die erste Ausgabe von .ch auf PDF angesehen habe, habe ich nun letzte Woche auch noch eine echte, papierene Version in Bern stibtzt.
Fazit? Die Linien sind immer noch fett – aber fallen gedruckt nicht mehr so schwer ins Gewicht. Als schlimmer empfinde ich inzwischen die Rubrikentitel – die zum einen zu gross sind, zum anderen sieht eine praktisch mathematisch gezeichnete FF DIN gestreckt einfach übelst aus, weil damit die Proportionen natürlich völlig von der Rolle fallen.
Zugute muss man dem Versuch halten, dass das Layout doch noch mehr einer Zeitung gleicht, als dies etwa bei 20 Minuten oder heute der Fall ist. Das wird nicht zuletzt auch durch den Weissraum begründet sein, der .ch durchzieht – ein grosser Gegensatz zum gestopften 20 Minuten. Selbst der Satz ist trotz der schmalen Spalten durchaus annehmbar (aber wenn man die Berner Zeitung als Vergleich nimmt, ist das auch schnell möglich …).
Ansonsten? Die Zeitung bringt genau gleich viel/wenig wie die vorigen Platzhirsche – kein Wunder, dass die Produzenten die einzige Möglichkeit, sich auszuzeichnen darin sahen, die Zeitung räumlich früher an die Leute zu bringen, in der Hoffnung, diese würden dann 20 Minuten links liegen lassen, wenn sie schon eine andere Zeitung haben. Ob diese Taktik funktioniert, wird sich zeigen.