Repeat Repeat
We don’t have weather – we have character.
Und was für einen. Am Samstag war ich auf einer Tour zu den Burrens und den Cliffs of Moher – und es regnete wie verrückt. Wie gemeldet, zugegeben, aber die Cliffs of Moher verlieren schon etwas an Reiz, wenn in strömendem Regen drauf steht.
Ansonsten war es eine klassische Touristentour – noch mehr, als ich das bisher erlebt habe (und habe habe ja schon einige dieser Touren mitgemacht). Der Fahrer erzählte vor allem, was man wo wie kaufen könnte (obwohl er wusste, dass vor allem Schüler der Sprachschule drin sassen, die wohl kaum sehr viel Geld haben würden), und wiederholte dies danach zwei–drei Male in verschiedenen Lautstärken, möglicherweise, um sicherzustellen, dass ihn alle verstehen würden.
Hintergrundinformationen zu den einzelnen Orten gab es hingegen eher spärlich. Dass in einer alten Grabstätte «special people» begraben wurden, darauf wäre ich sogar noch selber gekommen – doch mehr war leider vom Fahrer nicht zu erfahren, dafür das dreimal.
Lieber sorgte er sich darum, dass er uns all die fabulous places zeigen konnte – mehr als fünf Minuten Photopause lag da in den meisten Fällen nicht drin. Man konnte froh sein um diese kleinen Pausen: denn im Car war es sehr heiss und sehr stickig; ein Wunder, dass mir nicht schlecht geworden ist. Mehr Zeit blieb nur dann, wenn es etwas zu bezahlen gab: Eintritte, zum Beispiel.
Dass eine Österreicherin und ich nach dem Besuch der Aillwee Cave beide der Meinung waren, dass die Kalksteinhöhle nichts sehr besonderes ist, und es in den Alpen bedeutend interessantere Höhlen gäbe, hat ihm möglicherweise nicht ganz gepasst. Uns hat hingegen nicht gepasst, dass wir dafür auch noch 7€ bezahlt hatten – wo sich doch im Nachhinein das darumliegende Karstgebiet der Burrens eigentlich als bedeutend faszinierender herausgestellt hat.
Als wir danach auch noch in einem Inn das Mittagessen kaufen sollten – der Fahrer hat zufälligerweise gerade das Menu dabei – reicht es mir dann: statt einzukehren, mache ich mich auf eigene Faust auf und folge einer etwas versteckten Strasse und werde bald belohnt: Vor mir eröffnet sich eine wundervolle, grüne Landschaft. Ein Feldweg schlängelt sich entlang der Klippen durch mauergesäumte, saftig1 grüne Wiesen. Und natürlich versagt genau hier der Akku meiner Kamera …
Diese Woche sind nun die Galway Races, wo die ganze Schickeria sich in Galway einfinden wird – und das Preis-Level dementsprechend angehoben wird. Ich werde wohl kaum in den Ausgang gehen, will ich nicht gleich verlumpen. Aber einen Tag bei den Rennen wird es wohl geben.
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Was auch nicht wirklich ein Wunder ist – hat es doch zuvor den gesamten Morgen geregnet … Wie froh war ich jetzt um meine Wanderschuhe ;) ↩
